lerndimensionen in der musik- und tanzpädagogik

Mag. Alexandra Zach, Musik- und Tanzpädagogin

Lerndimensionen in der tänzerisch-musikalischen Arbeit mit Kindern

Die tänzerisch-musikalische Arbeit mit Kindern entsteht aus dem Zusammenspiel zwischen Tanz, Musik und Sprache. Wichtigster Berührungspunkt der drei Bereiche Musik, Tanz und Sprache ist der Rhythmus.

In der Arbeit mit Kindern ist es sehr hilfreich mit Sprache in Form von Texten und Liedern zu arbeiten. Durch imaginative Bilder wird der direkte Zugang zur Vorstellungskraft und Phantasie gestärkt.

Die Umsetzung von Text oder Bildern in Musik und Bewegung erfasst alle Sinne:

- Tastsinn

- Gleichgewichtssinn

- Bewegungssinn / Kinästhetik

- Sehsinn

- Hörsinn

In der tänzerischen Erziehung lernen Kinder durch – Imitation d.h. Vor- und Nachmachen und durch freies Gestalten in Form von improvisatorischen Aufgabenstellungen.

Es geht um eine spielerische Förderung der tänzerischen Fähigkeiten mit Hilfe von Körperschulung, Sensibilisierung, Rhythmusschulung, tänzerische Gestaltung von Geschichten, Liedern oder Bildern bzw. von Musikstücken und einen kreativen Umgang mit Raum und Zeit innerhalb einer Gruppe.

Das Unterrichtsziel definiert sich in einer sowohl kognitiven, also auch emotionalen Ausbildung der musisch-tänzerischen Kräfte, die eine positive Wirkung auf die motorische wie auch psychisch- soziale sowie ästhetische Entwicklung ausübt.

Eine vielseitige Gestaltung durch Abwechslung der einzelnen Aktionsformen begünstigt alle Sinne bzw. eine gestärkte Aufnahme- und Konzentrationsfähigkeit durch:

- Gezielte Körperschulung

- Übungen für Koordination und eine ökonomische Haltung

- Aufgaben zur Sensibilisierung der Sinne

- Stärkung der Wahrnehmung für sich selbst und die Gruppe

- spielerisches Erarbeiten einfacher Choreographien

- Improvisation allein und mit einem Partner/Gruppe

In der tanzpädagogischen Arbeit werden räumliche, zeitliche, wie auch dynamische Dimensionen, die wechselwirkend ineinandergreifen wirksam und beeinflussen das gemeinsame Tun in der Gruppe. Durch verschiedenste tänzerische Aufgabenstellungen werden Aktionsformen erprobt und gestaltet, wobei der Wechsel der räumlichen Organisation, der Musik, der Phasen von Stille und Bewegung bzw. der Wechsel von Eigeninitiative und Anpassung ausgewogen sein sollen.

Wichtig ist dabei sowohl Abwechslung zu schaffen, als auch die Möglichkeit zu Detailarbeit und „in die Tiefe gehen“ zu ermöglichen.

Unterschiedliche Raumformen:

- Kreis

- Reihe

- Schlange

- Freie Aufstellung

Möglicher Aufbau einer Unterrichtsstunde

- Einstieg

- Aufwärmung

- Körpersensibilisierung, Tanztechnik

- Improvisation – Gestaltung

- gebundene Form, z. B. Kreistanz zum Thema der Stunde

- Abschluß

Bewegungsbegleitung ist ein wichtiges Element in der Musik- und Tanzpädagogik und wird als Zusammenspiel von Musik und Bewegung im Sinne einer gegenseitigen Unterstützung verstanden.

Verschiedene Formen des Zusammenspiels:

- tanze, was du hörst…

- spiele, was du siehst…

Bewegungsbegleitung in Form von:

- Sprech- u. Singstimme

- Klanggesten

- Elementares Instrumentieren

- Instrumentalspiel des Lehrers

- Tonträger, Kassette, CD

Sprache kann das Zusammenwirken von Musik und Bewegung unterstützen.

Klanggesten sind Klänge, die mit dem eigenen Körper erzeugt werden.